Pinguine auf Städtetour


In der Antarktis spielt das Klima verrückt. Jedes Jahr schmelzen den Pinguinen über 200 Milliarden Tonnen Eis unter den Füssen weg. Jetzt kommen die Seevögel zu uns auf Besuch. Die vom Klimawandel stark bedrohten Antarktis-Bewohner laden an vier Themeninseln zum Verweilen ein, stellen unbequeme Fragen und fordern zum Diskutieren und Handeln auf. Eine Social-Media-Crew begleitet ihre Reise durch die Innenstädte mit kleinen Berichten, Hintergrundinfos und Posts auf Instagram. Folge den Pinguinen auf @klimaverrueckt auf ihrer Reise.

 

Antarktis // 12 Millionen Pinguine // Koordinaten 77° 15′ S , 104° 39′ E
Jahresdurchschnittstemperatur Westantarktis 2020: -55°C
Jahresdurchschnittstemperatur Westantarktis 1951: -58°C

 

Ping, der lispelnde Freund von „Urmel aus dem Eis“, der musikverliebte Mumble aus „Happy Feet“ oder die vier schrägen Vögel Skipper, Kowalski, Rico und Private aus dem Blockbuster „Madagascar“: Pinguine sind absolute Sympathieträger – und sie sind vor allem eines: unsterblich. Anders als ihre Millionen echten Artgenossen, deren Lebensraum massiv bedroht ist. Denn:

In der Antarktis spielt das Klima verrückt. Jedes Jahr schmelzen den Pinguinen über 200 Milliarden Tonnen Eis unter den Füssen weg. Sie machen sich darum diesen Sommer auf in unsere Städte und wollen von uns wissen: Warum ändert sich das Klima so dramatisch? Wie leben wir hier am Bodensee? Spielt das Stadtklima bei uns auch schon verrückt? Und: Sind wir klimaverrückt genug, um etwas dagegen zu tun?
 

SOS: Pinguine in Lebensgefahr

Pinguine leben fast ausschließlich an den Meeren der Südhalbkugel. An Land ziehen sie ihre Jungen auf, im Wasser suchen sie nach Nahrung. Doch der Klimawandel verändert den Lebensraum der Seevögel und so stecken sie in großer Gefahr.

Morgens kommen die kleinen Pinguine – ganz ähnlich wie bei uns Menschen – in den Kindergarten. Die Eltern gehen auf Nahrungssuche. Doch diese gestaltet sich immer schwieriger. Veränderte Temperaturen und die industrielle Fischerei zwingen die Pinguine immer weiter entfernt nach Krill zu jagen.

Zum Glück können Pinguine im Wasser bis zu 40 km/h schnell werden. Ausserdem sehen sie mit ihren schwarz-weißen Färbungen nicht nur schick aus, sondern sind auch bestens getarnt. Von oben so dunkel wie der Meeresboden, von unten so hell wie der Himmel, sind sie für Feinde fast unsichtbar.

Zurück an Land versammeln sich die Pinguine und stehen oft ganz nah beieinander. So schützen sie sich nicht nur vor Feinden, sondern auch vor den eisigen Temperaturen.

Kinderbetreuung, ein tarnender Frack und gegenseitiges Wärmen: Die Pinguine beherrschen ihren Lebensraum – und dennoch stecken sie in Lebensgefahr. Überfischung, verschmutze Meere und die Klimaerwärmung setzen den Pinguinen zu – heute sind bereits zwei Drittel aller Pinguinarten vom Aussterben bedroht.

Bildquelle: Stadt Feldkirch

Bildquelle: Torben Nuding
 

Die Reise der Pinguine

Konstanz: 30. April bis 17. Mai 2021
Radolfzell: 1. bis 16. Mai 2021
Bregenz: 18. Mai bis 3. Juni 2021
Feldkirch: 19. Mai bis 2. Juni 2021
Winterthur: 4. bis 19. Juni 2021
Lindau: 5. bis 20. Juni 2021
St. Gallen: 21. Juni bis 11. Juli 2021
Singen: 19. Juni bis 11. Juli 2021

Folge der Reise der kleinen Pingfluencer jetzt auch auf Instagram @klimaverrueckt

 

Infos und Hintergründe zum Thema

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Die Pingu-Map
Karte mit den Lebensräumen der verschiedenen Pinguin-Arten

Pinguine und der Klimawandel
der Tagesspiegel zur Klimaveränderung in der Antarktis

Auf den Spuren der Pinguine
die Geschichte der sympathischen Seevögel

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ZEIT-Interview mit Daniel Zitterbart