Klimawandel findet St.Gallen

 

Das Klima ändert sich global – und in St.Gallen. Die Folgen sind schon heute spürbar. Neben dem Klimaschutz wird darum die Anpassung an den Klimawandel immer wichtiger.

 

Einwohnerzahl: 75.833
Koordinaten: 47° 25' 28.134" N 9° 22' 36.182" E
Jahresdurchschnittstemperatur 2020: 9.7 °C
seit über zehn Jahren Teil des 2000-Watt-Städtebündnisses am Bodensee

 

Umweltkonzept: Im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel hat St.Gallen ein Umweltkonzept formuliert. Es legt die Ziele in den sieben verschiedenen Handlungsbereichen – Stadtklima, Stadtnatur, Strahlung, Lärm, Luft, Wasser und Boden – fest.

Stadtklima: Der Fachbericht «Stadtklima St.Gallen» stellt die Hitzeminderung an erste Stelle. Dies gelingt durch die Begrünung von Gebäuden und die Schaffung von Grünflächen, Schattenplätzen, gut durchlüfteten Quartieren und frei zugänglichen, kühlenden Wasserflächen. Damit einher geht eine Erhöhung der Lebensqualität.

Bauen mit Natur: Wie kann die Umgebung naturnah gestaltet werden? Wie können grüne Lebensräume auf Dächern oder an Fassaden entstehen? Welche Tiere leben in Haus und Garten? Wie kann ich deren Lebensraum erhalten? Um diese Fragen zu klären, hat St.Gallen Leitlinien zum Bauen mit Natur festgelegt. Antworten auf diese Fragen bieten die Leitfäden zum Bauen mit Natur. Ausserdem fördert die Stadt Photovoltaikanlagen auf Flachdächern, die mit einer für die Biodiversität wertvollen Begrünung kombiniert werden. Die Anforderung an die Begrünung sind im Infoblatt «Biodiversität, PV-Strom und Regenwasserretention auf Flachdächern» der Energieagentur St.Gallen definiert.

Stadtbäume: Stadtbäume sorgen für Kühlung und saubere Luft, sie speichern Feuchtigkeit, spenden Schatten, verbessern das Stadtklima und damit unsere Lebensqualität. Die Stadt hat einen Baumkataster, in dem zurzeit über 7.500 Bäume erfasst sind.

Baumstrategie und Baumpatenschaften: Die Baumstrategie fokussiert auf öffentliche und private Bäume im Siedlungsgebiet St.Gallen verfügt über einen gesunden, alterungsfähigen und gut durchmischten Baumbestand. Die Stadt pflegt Bäume im öffentlichen Raum fachgerecht, pflanzt zukunftsfähige Baumarten und schafft neue Standorte, um langfristig den Baumbestand zu vergrössern. Auf privaten Flächen trägt die Stadt dazu bei, dass das Baumvolumen langfristig erhalten bleibt. Wer einen Beitrag zum Erhalt der Stadtbäume leisten möchte, kann eine Baumpatenschaft übernehmen.

Natur findet Stadt: Wo leben Mauer- und Alpensegler in St.Gallen? Welche leckeren Gerichte lassen sich aus Wildkräutern zaubern? Und wie geht es unseren Stadtbäumen? Der Veranstaltungskalender «Natur findet Stadt» gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

StadtWildTiere: Das Projekt StadtWildTiere untersuchte 2020, wo und wie die Eichhörnchen in St. Gallen leben und wie viele und welche Bäume es in einem Gebiet für die flinken Kletterkünstler braucht.

Clever geniesst, wer frische, regionale und saisonale Zutaten verwendet, massvoll Fleisch konsumiert, energieeffizient kocht und Lebensmittelabfälle vermeidet. Auch clever is(s)t, wer Gemüse und Obst selber anbaut – im Garten, vor dem Fenster, auf dem Balkon oder der Terrasse. Hochbeete im öffentlichen Raum und eine Vielzahl an Veranstaltungen zeigen, dass gut essen auch mit wenig(er) Energie geht.

Energiekonzept: Das Energiekonzept 2050 zeigt den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft. Das Ziel: die CO2-Belastung zu senken, die Energieeffizienz in den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität zu steigern und dabei eine hohe Lebensqualität zu sichern. Im Herbst 2020 beschloss die St.Galler Bevölkerung den Artikel „Klimaschutz und Klimawandel“ in der Gemeindeordnung zu verankern. Dieser verlangt, dass die Stadt St.Gallen den CO2-Ausstoss bis ins Jahr 2050 auf null Tonnen reduziert und fossile Energien vollständig durch erneuerbare ersetzt. Mit über 150 Massnahmen ist die Stadt auf dem Weg zum Ziel von Null Tonnen CO2. Als weiterer Schritt wird das Energiekonzept 2050 mit den Bereichen Konsum und Ressourcen erweitert. Die Kampagne watt-bin-ich zeigt, dass wir alle im Alltag einen Beitrag leisten können.

Bildquelle: Stadt St.Gallen
Fassadenbegrünter Pavillon des Botanischen Gartens.
 

Bildquelle: Stadt St.Gallen
Wärmebild am Multertor: Beschattung durch grosse Bäume und Brunnen hat kühlende Wirkung auf die Umgebung.

 

Klima-Events 2021

Die Pinguine zu Gast in St.Gallen: vom 21. Juni bis 11. Juli 2021

Do, 24. Juni: Biodiversität im Garten und Kleingarten - Vortrag
Fr, 25. Juni: Pflanzen aus tropischen Regenwäldern - Nachtführung
Di, 29. Juni: Geschichten zum Baum - Baumspaziergang mit Apéro
Mi, 30. Juni: Ökologische Dachbegrünungen - Artenschutz über den Köpfen
So, 04. Juli: Unsere Bäume: von der Krone bis zur Wurzel - Kurs für Erwachsene
Di, 06. Juli: Herausforderungen - Führung

Und viele mehr

 

Deine Ansprechpartnerin in Sachen Klimawandel bei der Stadt St.Gallen:
Karin Hungerbühler, karin.hungerbuehler(at)stadt.sg.ch